PrietzenBreslauHirschfelde
Vier Orte der Familie Heydorn in Schlesien und der Oberlausitz: das Pfarrdorf, die Stadt, das Mädchenpensionat und das Gut.
Ort 01 — PrzeczówPrietzen
Prietzen ist eine kleine Ortschaft östlich von Breslau.
In Prietzen war Benno Heydorn von 1877 bis zu seinem Tod 1907 Pastor; sein Schwiegersohn Zeuke wurde auch sein Nachfolger.



Ort 02 — WrocławBreslau
Benno Heydorn kam aus Breslau; viele der Familienaktivitäten bis 1945 fanden auch in oder bei Breslau statt.

Das Anwesen oben ist das Stadthaus von Maximilian und Edith Gautzsch in der Ebereschenallee 22 in Breslau.
Ort 03 — Gryfów ŚląskiGreiffenberg
Nach dem Tod ihres Ehegatten Benno Heydorn 1907 erwirbt seine Witwe ein Anwesen in Greiffenberg (Gryfów Śląski), um dort ein Mädcheninternat zu betreiben. Sie wird dabei von ihrer Tochter Lotte unterstützt.
Greiffenberg (Gryfów Śląski) liegt im Südwesten der Woiwodschaft Niederschlesien in der historischen Region Niederschlesien an der Grenze zur Oberlausitz. Ein Ausflugspunkt dort ist Burg Greiffenstein.
Nach ihrem Tod am 29. Oktober 1927 erwirbt ihre Tochter Edith das Anwesen.


Ort 04 — bei ZittauHirschfelde
Der Ehemann von Marianne, Theo Faber, besitzt in Hirschfelde (Zittau) ein großes Anwesen, Gut Hirschfelde. Das Anwesen wird zu einem Treffpunkt der Familie.

Ursula Westphal schreibt in ihren Memoiren:
Von Kleinauf wurde ich mit einem Schild um den Hals nach Hirschfelde geschickt, Bahnstation Rohnau, wo ich mit Pferdedroschke abgeholt wurde und zu dem herrlichen Besitz von Onkel Theo und Tante Nanny gebracht wurde. Unbeschreiblich schön, ein Riesenhaus mit Balkonen und Terrassen, rosenumrankt, ein Riesenpark mit Goldfischteich, Hängematten, Steingrotte, eine ganz breite Treppe, auch rosenumrankt führte zur Gärtnerei und seitlich ging ein kleiner Weg ab zum Haus „Jugendglück“, es war unsere Seligkeit mit Schaukeln, Krocket-Spielen, so einem uralten Vorläufer des Grammophons, Fächern voller Bücher und Spiele. Was für uns Kinder besonders interessant war: Das riesengroße Herrenzimmer ging durch 2 Stockwerke, oben am Gang zu den Schlafzimmern waren zwei Fenster, die wir immer vorsichtig öffneten, wenn unten Besuch oder ein Fest war, und es war hochinteressant für uns, die Leut’chen unten zu beobachten, ohne dass es einer merkte.
Ursula Westphal, Memoiren








